Newsgroup: de.soc.familie.misc

Subject: Das Ende des Matriarchats 1.Teil (eine Legende)
Date: Sat, 09 Dec 2000 21:07:27 GMT
From: Gerhard Kaspar <gerhard.kaspar@chello.at>

Message-ID: <3A329EE8.249C8F34@chello.at>

(Nichts entschuldigt Vergewaltigung und Mord. Nichts. Aber es geht auch nicht um Verharmlosung von Gewalttaten. Es geht um Verstaendnis wie es vor langer Zeit einmal gewesen sein koennte, und warum es geschah)

1)
In der Abenddaemmerung war Regrad aufgebrochen, er hatte niemanden gesagt wohin er ging und niemand hatte ihn gefragt. Es war war schon lange nicht mehr so, das Frauen und Maenner ihrer Mutterpriesterin sagen mussten wohin sie gingen. Diese Zeiten lagen schon hunderte Monde hinter ihnen, und Regrad kannte sie nur aus Erzaehlungen alter Menschen. Als sie damals mit dem Tempelbau zu Ehren der Goettin begannen, wurde es notwendig das viele starke Maenner laengere Zeit zusammen hausten. Und es waren viele darunter gewesen, die nicht mehr zufrieden waren, so wie es ihnen vorgeschrieben war zu leben.
Und damals wurde auch das grosse Geheimniss der Goettin gelueftet, das ueber unzaehlige Zeiten hinweg von ihren Mutterpriesterinnen verborgen gehalten worden war. Das grosse Ritual der Geburt der Frauen, das so geheimnisvoll und machtvoll auf die Maenner gewirkt hatte, wurde entzaubert.
Maenner wie Gramsor der Weise waren es gewesen der den versammelten Bauleuten in ihren provisorischen Huetten nahe des unfertigen Tempels erzaehlt und gezeigt hatte, was die eigentliche Urkraft des Mannes darstellt, und das ohne diese Urkraft kein Leben moeglich ist. Der weisse Lebenssaft, war der Quell aus dem die Kinder sprossen, so hatten sie verkuendet, und das die Muetter nur diesen unseren Samen wachsen lassen und dann unser Kind zur Welt.bringen. Und viele hatten Gramsor und den anderen Glauben geschenkt. Sie alle begannen nachzurechnen und zu ueberpruefen und aus dem Glauben wurde Wissen.
Zorn ueberkam Regrad als er dran dachte wie die Maenner immer schon getaeuscht worden waren. Ja sie durften die Frauen besuchen, und sie durften mit ihnen auch die Lust ungehindert leben. Und sie hatten Stimmrecht und Sitz im Muetterrat, und sie durften auch genauso wie die Frauen der Goettin dienen. Mit der einen Ausnahme das die oberste Pristerin der Goetin nur eine Frau sein konnte, was aber selbstverstaendlich schien, da ja auch die Goettin weiblich ist, wer also sollte ihre Vertretung wahrnehmen, als nur die Muetter. So war es ihnen von Kindesbeinen an eingeimpft worden.
Aber jede Geburt eines Kindes wurde nur als Wunder der Frau gefeiert.
Die Frauen hatten es mit Kraeutern und Salben so hingebracht, das die Kinder zu heiligen Mondzeiten auf die Welt kamen. Die Schwangeren lebten vor der Geburt in Gruppen zusammen und kamen dann mit den Kindern gemeinsam oft in die Mutterhaeuser zurueck. Keiner der dummen Maenner hatte damals ueber das Mysterium der Geburt nachgedacht, und wozu es Maenner gab, bis auf einige ganz wenige. Es war einfach so. Die Goettin hatte es so bestimmt. Punkt. Mutter gibt das Leben. Allmutter in ihrer Weisheit hat nur den Frauen die Faehigkeit gegeben Kinder zu schaffen, so wie sie selbst die Welt geschaffen hat. Niemand hatte damals daran gezweifelt. Es waere keinem eingefallen zu zweifeln.
Seit der Zeit der Bauhuetten aber glaubten viele Maenner bereits daran, das es nicht die Frau ist aus sich alleine Kinder schafft, sondern das es der Mann ist der Leben zeugt. Seit damals war dieser Glaube weitergegeben worden und die Maenner hatten trotz schaerfster Missbiligung oder Ignoranz durch die damaligen Muetterpriesterinnen das Wissen ausgeformt und immer mehr maennlichen Heranwachsenden mitgeteilt.
Und seit damals verschafften sich die Maenner mehr und mehr Gewicht fuer ihre Stimme und einiges lies sich aendern. Anderes aber wurde seit jener Zeit mit dem immer gleichen Argument abgeschmettert: "Die Goetin will es nicht so".
Auch Regrad hatte schon als Heranwachsender seine Einweihung in diese Wahrheit der Zeugung von seinem Mutteronkel erhalten. Und er war stolz auf sich. Maenner waren nicht weniger als Frauen, wie lange Zeit durch den Hinweis auf die alleinge Gebaehrfaehigkeit der Muetter in allen Aussagen immer mitgeschwungen hatte. Nein, Manner gaben eigentlich das Leben. Maenner erzeugten das Leben. Sie, nicht die Frauen waren der eigentliche Ursprung. Das glaubte er ganz fest. Sein Selbstbewusstsein war so gross, das er jeder Frau die Stirn bot, auch seiner Mutterpriesterin das hatte er sich geschworen.
Jetzt war er dabei einen radikalen Schritt in seiner Befreiung zu tun. Und er kannte den Preis den er dafuer womoeglich zahlen musste.

(wird fortgesetzt)

****

From: Terra <2000@c-aeon.com>
Subject: Ende des Patriarchats XX.Teil (was: Das Ende des Matriarchats 1.Teil (eine Legende))
Date: Sun, 10 Dec 2000 11:47:01 +0100

Organization: C-Online
Message-ID: <3A335F25.72EE6D21@c-aeon.com>

Gerhard Kaspar <gerhard.kaspar@chello.at> in <news:3A329EE8.249C8F34@chello.at> on Sat, 09 Dec 2000 21:07:27 GMT wrote:

> 1)
In der Abenddaemmerung war Regrad aufgebrochen, [....]
Nein, Manner gaben eigentlich das Leben. Maenner erzeugten das Leben. Sie, nicht die Frauen waren der eigentliche Ursprung. Das glaubte er ganz fest. Sein Selbstbewusstsein war so gross, .... war er dabei einen radikalen Schritt in seiner Befreiung zu tun.
Und er kannte den Preis den er dafuer womoeglich zahlen musste. >

Nette Geschichte, hab auch eine: http://www.apokalypse.de/viiii.htm#30

"Der Mann gebiert in die Frau, die Frau gebiert in die Welt".

Wo *zeugst* Du?
Gar nix zeugst Du.
Ejakulation ist keine Zeugung.
Euer Samen wird milliardenfach sinnlos ausgeworfen - er muss indifferent ständig *bereitstehen* für die sinnvoll zyklisch Fortpflanzungsfähigen.
Die Eizelle + zweites Genom + Energetik des Milieus + Energetik der Frau über Monate (Körper&Psyche) + Energetik des Kindes + Energetik des ZUSAMMENSPIELS + erfolgreiche Geburt gibt euch den Sinn. DANN erst dürft ihr euch *als was* fühlen.
Genom zweier Frauen vereinigt - vorstellbar, .... Parthenogenese.
Für Genome zweier Männer ohne Eizelle dürfte es schwieriger werden und viel mehr Technik benötigen, deshalb ist die Technik eure große Zeugung, und man weiß, worauf es hinausläuft: endgültige Unabhängigkeit von Frau, es ist ja auch widerlich, von Natur gezwungen zu sein, in einen fremden Körper (von solch blutigem, fleischlichem Aussehen) einzudringen, wirklich, ich würde das auch nicht wollen.
Ich muss keine Kinder haben, wenn ihr sie mir unpassend macht durch euren Zeugungswahn (in aller Bedeutung und Ausprägung),
BIN ICH MIR SELBST WERT genug.

Terra

****

From: Michael Weber <Towebster@gmx.de>
Subject: Re: Ende des Patriarchats XX.Teil (was: Das Ende des Matriarchats 1.Teil (eine Legende))
Date: Sun, 10 Dec 2000 14:16:07 +0100

Message-ID: <90vvhl$2aisq$1@ID-58755.news.dfncis.de>

Terra meinte kürzlich:
> Nette Geschichte, hab auch eine:
http://www.apokalypse.de/viiii.htm#30
>
> "Der Mann gebiert in die Frau, die Frau gebiert in die Welt".

Zitat:

"..Diese Einstellung beschreibt Tod und nicht Leben. Die Angst vor dem Leben läßt in Körperlichkeit flüchten.."

"... Ob diese Befreiung oder selbst ein etwaiges Einhüllen als sexuelle Befriedigung angesehen werden sollten oder nicht, ist eigentlich unbedeutend, soweit aus all diesen Vorgängen keine Perversitäten bzw. Abhängigkeiten folgen. Ein Einhüllen in erwähnte Inhalte, überhaupt die zu intensive Beschäftigung mit dem eigenen Körper in der Frühkindzeit könnte ein Zeichen sein für ein Problembewußtsein im Sinne einer Wiederholung phylogenetisch-anthropologischer Stadien. Das aktiv werdende Bewußtsein hat einfach Probleme bei der Bewältigung der Umwelt und verirrt sich in Ersatzhandlungen, die weder tierisch noch menschlich sind, sondern ganz einfach sinnlos ..."

Die Angst vor dem Leben, Terra, lässt in die eigene Innerlichkeit flüchten.

Dazu ein passendes, und für mich geniales, Projekt "Requiem", TamasLab, was zwar 5 Jahre alt, aber noch immer State of the Art im Bereich kosmischer Erlebbarkeit ist:
Biowissenschaftler haben eine Hefezelle vergiftet und mit einer Biophotonen-Messung deren Abstrahlungsverhalten während des Todeskampfes aufgezeichnet. Diese Licht-Emissionen wurden rechnerisch verarbeitet und in Kombination mit gehirnstimulierenden Hemi-Sync-Frequenzen und audiovisueller Synästhetik zu einer ziemlich real erlebbaren Nah-Tod-Erfahrung mit dramaturgischem Gesamt-Effekt entwickelt.

Wenn es das ist, was Du suchst, Terra, kein Problem ...

grüsse
michael

[Ja, schöne Analogie]

****

From: Gerhard Kaspar <gerhard.kaspar@chello.at>
Subject: Re: Das Ende des Matriarchats 2.Teil (eine Legende)
Date: Sun, 10 Dec 2000 23:04:55 GMT

Message-ID: <3A340BF0.4519BE9C@chello.at>

Beatrix Verhalen schrieb:
> Hallo Gerhard!

> Verflixt, mußt Du uns auch noch die Forstsetzung antun, und wieder ohne Quellenangabe? >
Ich wuesste nicht wieso ich es kennzeichnen muesste. Es steht mein Name im Absender. Und Postings mit deinem Absender sind doch auch von dir, oder?

> Das einzige, was mich wirklich interessiert an diesem Teil, ist:
> > In anderen Sippen waren schon zahllose Maenner aus ihren Gemeinschaften ausgestossen worden. Niemand redetete mehr mit ihnen, niemand pflegte mehr mit ihnen Umgang, sie wurden in die Waelder geschickt, ohne ein Hilfsmittel oder Nahrung. Auch deshalb wagten an der Macht der Goettin und der Mutterpriesterinnen wenige zu zweifeln. > >
>
> Ohne die Hintergründe dafür zu erläutern, macht das Ganze wenig Sinn.
> WARUM wurden in dieser Geschichte einzelne Männer ausgestoßen?
Warum? Weil sie gewagt hatten an der Weisheit der Muetterpriesterinnen zu zweifeln. Das Wort der Muetterpristerinnen ist Gesetz, Wahrheit und Leben. Wer daran zweifelt, ist krank und gefaehrlich fuer die Gemeinschaft. Du magst es vielleicht anders sehen, aber in einer archaiischen Gesellschaft in der die Muetter die letzte Instanz sind, in der sie die Stellvertreterinnen der Goettin sind, in der der Mann keine echte Funktion zu haben scheint, also letztlich sich wertlos fuehlen muesste, ist das Wort und der Wille dieser Muetter egal wie sanft er zu sein scheint, wesentlich gewaltiger als jede durch Unterwerfung geschaffene Authoritaet.
Noch heute ist eine zu enge Mutterbindung fuer die die Mutter sorgte, eine unglaubliche Belastung fuer das Kind. Und eine Struktur die diese Mutterbindung geradezu institunalisierte, war fast unueberwindbar.
Aus solchen Liebe-Hassverhaeltnissen zur Mutter rekrutierten sich zahllose Diktatoren unserer Zeit. Und die neurotische Beziehung zur Mutter ist bei sehr vielen Gewalttaetern und Sexualtaetern ein nachweisbarer Fakt.
Das ganze hier gezeigte Matriarchat war auch nichts anderes als eine neurotische Mutter-Sohn Geschichte. Verdraengte Gefuehle, nicht wahrnehmend wollende Ohnmacht vor der Goettin-Mutter. Und brutalste Gewalt am Schluss um die erstickende Nabelschnur brutal zerreissen zu koennen. Und immer wieder wird sie seitdem zerrissen. Immer wieder muss der Mann seiner Mutter die ihm nie dabei helfen wollte, beweisen das er nicht nur ein Teil von ihr ist. Aber der Beweis kann gar nie gelingen.
Weil es gar nicht gelingen kann, diese entgueltige Trennung. Weil es ist Mutter. Aber die notwendige Losloesung gelingt, wenn Mutter es will.

<3A33F288.14B272FE@chello.at>, Sun, 10 Dec 2000 21:16:33 GMT
> > .... Als Regrad die Lichtung erreichte die sie ihm bezeichnet hatten, warteten schon dutzende Maenner auf ihn. Eine auesserst eigenartige Gestalt trat auf Regrad zu. Sie sah aus wie ein Mann aber vom Hals an war es ein Hirschkopf, mit einem riesigen Geweih. "Hoer Regrad", sagte eine tiefe hohle Stimme zu ihm, "sieh dir dieses maechtige Schauspiel an". Und dann hies er alle still zu sein und sich zu verstecken.
Nicht lange und Regrad konnte sehen wie ein sehr kraeftiger Hirschbulle in die Lichtung eintrat. Und hinter ihm waren viele Hirschkuehe. Und dann konnte er einen kurzen Kampf beobachten zwischen dem Hirschbullen und einem Rivalen. Danach bestieg der Sieger eine der Hirschkuehe. Als der Hirschbulle fertig war, bewegte sich der Hirschmann ein klein wenig.
Er richtete sich auf und machte ein Handzeichen zu den anderen Maennern hin. Sofort und blitzartig warfen diese ihre Speere auf den maechtigen Hirsch und schossen mit Pfeilen auf ihn.
Der Hirsch hatte keine Chance. Er ging in die Knie und blutete aus, die uebrigen Tiere verschwanden wie der Blitz. "Siehtst du Regrad", sagte der Hirschmann, "du hast gesehen wem die Goettin die Oberhand bei den anderen Lebenwesen gegeben hat. Der Hirschbulle fuehrt seine Kuehe. Der Wolfsruede sein Rudel. Nur bei Menschen soll es anders sein?! Wir Maenner die so leicht diesen Hirschbullen zur Strecke bringen konnten, sollen bei den Muettern hausen muessen, sollen unsere Frauen besuchen, wenn ihnen danach geluestet?", fragte er suggestiv. > >

</>

> > erfahren, das es nicht Glaube ist, sondern Wahrheit. Heute noch werden wir dir den Beweis liefern, das wir Maenner es sind die den Samen in den Boden pflanzen koennen, und die Frucht waechst, ob der Acker es will oder nicht.
[Der Acker will gepflegt, gut vorbereitet und energiereich sein, sonst wird's gar nix oder kümmerlich.]
" Er winkte Regrad zu sich: "Komm und tue was getan werden muss.". > >
> Negativer kann man Männer wirklich kaum noch darstellen. :-((
Bin ich froh, daß ich persönlich genügend Männer kenne, denen ein solcher Gedanke mehr als fernliegt. >
Ich verstehe nicht wieso du heutige Maenner, mit den von Mutterpriesterinnen (unter/er)drueckten Maennern vergleichst? Ich tue das nicht.

Damals kam es aber sicher _diesen_ Maenner nicht wirklich negativ vor. Eher als notwendige Kulthandlung, denke ich (bitte sieh es mit Blick in die ferne Zeit). Fuer uns entsetzlich und abscheulich, zu Recht. Aber fuer sie, die den Aufstand gegen die eigene noch immer furchterregende Mutter wagten, war es nicht mehr so schwer. Sie hatten sich geistig aus der Umklammerung der Muetterpriesterinnen befreit, aber der Alltag fuerte ihnen jedesmal vor Augen wie Frauen sich selbst und die Maenner sahen. Egal wie gleichberechtigt sie schienen, das Wort einer gebaehren koenenden Frau oder gar einer schon Kinder habenden, selbst Mutter seienden Frau hatten hundertmal mehr Gewicht. Und dies nur deshalb, so sahen es die aufbegehrenden Maenner damals weil niemand ihren Anteil am Lebengeben beachten wollte. Niemand wollte etwas aendern. Nicht die meisten Maenner, nicht die meisten Frauen. Keine langsame Emanzipation war moeglich. Diese wilden Maenner waren ohnmaechtig und verzweifelt zu gleich. Eine Mischung aus der heute noch der Terrorismus erwaechst. Es gab nur wachsende Haufen immer brutaler werdender Maenner. Niemand redetet mit ihnen, keiner interessierte sich fuer ihre Anliegen. Warum auch, was hatte ein Mann schon einer Mutterpriesterin Neues zu erzaehlen?

> Was, um alles in der Welt, willst Du damit bezwecken?
Nachdenken? Echte zukuenftige Gleichberechtigung ohne strahlendem Mythos eines Geschlechts? Menschsein im Vordergrund, nicht Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht? Begreifen das das Geschlecht koerberlich nicht mehr als ein zusaetliches Anhaengsel oder eine zusaetzliche Koerperoeffnung ist? Und daher es auch geistig so sein sollte? (Nein, nein, ich bin nicht so abgehoben, das ich glaube durch Posten in NG derartiges zu erreichen, aber was solls)
Niemand hat je gefragt warum das Patriarchat war wie es war. Niemand hat je gefragt, wieso die Frauen so konsequent unterdrueckt wurden. Wieso so eine Angst in Unterbewusstsein so vieler Maennerkoepfe vor der Macht des Weibes bestand.
Vielleicht wird es Zeit danach zu fragen, Beatrix? Víelleicht hatten die ersten Patriarchen einen Grund von der "dunklen Zeit des Matriarchats"(kein Zitat) zu sprechen und alles zu verdammen war aus jener Zeit stammte?
Vielleicht sollten nicht nur Maenner die Frauen um Verzeihung fuer die Taten ihrer Vorfahren bitten.

Gruss Gerhard


[In Teil 3 und 4 der Legende plus Epilog las ich romantisches Vergewaltigungs-, Paarungs- und Gleichheitsgeträume, viel Angst und Unsicherheit vor dem Weib und der *Falschheit der Schlange*, Mannwertzwang und den Abschied in die Therapie.]

****

From: Terra <2000@c-aeon.com>
Subject: Re: Ende des Patriarchats XX.Teil
Date: Mon, 11 Dec 2000 01:41:14 +0100

Message-ID: <3A3422AA.F60AFEA@c-aeon.com>

VERFOLGT VON
Michael Weber <Towebster@gmx.de> who wrote in <news:90vpre$2e013$1@ID-58755.news.dfncis.de> on Sun, 10 Dec 2000 12:38:55 +0100:
> Terra meinte ....

> > *zeugst* Du?
> > Gar nix zeugst Du.

>
> Tolle Erkenntnis für ein Wesen, das erst dadurch (dem Ergebnis der Handlung) im Stande ist, darüber nachzudenken ... >

Wessen/welcher Handlung? (Gewissermaßen) IST es auch so: ICH HABE MICH SELBST GEZEUGT:

> > Ejakulation ist keine Zeugung.
>
> Nein. Wer behauptet das?

Scheinbar empfinden es einige beim Eintauchen in ein gewisses Medium schon so, sonst würde mann nicht derart größenwahnsinnig menschheitsgeschichtlich auf seiner *Zeugung* herumreiten (schönes Wortspiel), was mich überhaupt erst herausfordert, einiges klarzustellen.

Ja und GK (die Ursache dieses Postings) mit seiner neuerlichen mir jedenfalls vielsagenden *Legendenreihe* ist so das Urbild (ein Archetyp) des sich im Befreiungsakt neu verirrenden und oft basislos überschätzenden, gleichzeitig minderwertig fühlenden (und dabei gefährlich werdenden) Mannes. ER sollte aufpassen, dass sein *Unbewusstes*/Seelisches ihn nicht völlig überwältigt.

> > Euer Samen wird milliardenfach sinnlos ausgeworfen - er muss indifferent ständig *bereitstehen* für die sinnvoll zyklisch Fortpflanzungsfähigen. > >
>
> Was ist mit den Eierstöcken der Frau? Rotfl!

Na die sind höher organisiert (räumlich und zeitlich), genau wie der U. und nicht auf Massenproduktion ausgerichtet.
Man könnte sich natürlich fragen, ob milliardenfach sinnlos reales Leben ausgeworfen wird auf Grund der allgemeinen Massenorientierung.

> > Die Eizelle + zweites Genom + Energetik des Milieus + Energetik der Frau über Monate (Körper&Psyche) + Energetik des Kindes + Energetik des ZUSAMMENSPIELS + erfolgreiche Geburt gibt euch den Sinn. DANN erst dürft ihr euch *als was* fühlen. > >
>
> Deine Einheitsverbundenheit nimmt paradoxe Ausmasse an ...

Hier weniger, aber bitte ....

> > Genom zweier Frauen vereinigt - vorstellbar, .... Parthenogenese.
>
> Vorstellbar. Das wars aber auch schon. Du versuchst gerade, einem Zwitter ein Geschlecht zu geben. Niedlich, aber Blödsinn :-) Ich wünschte Dir keinen Erbfehler dabei - der wäre der Untergang für Deinen gesamten Nachwuchs. >

Kein Zwitter, nö, da beschreiben sich andere Weisen, und wenn, ich sinnierte schon: jeder ist tief innen ein *Zwitter*, das macht die Sache wieder variantenreich, immerhin sind es verschiedene Individuen.

> > Für Genome zweier Männer ohne Eizelle dürfte es schwieriger werden und viel mehr Technik benötigen, > >
>
> Schwierig heisst nicht unmöglich, aber vorstellbar - wozu? Lol.

Aha, hier nun plötzlich möglich und nicht "das wars aber auch schon"
(macht nur, macht, man hat ja genug Eizellen, deshalb "wozu?").

> > deshalb ist die Technik eure große Zeugung, und man weiß, worauf es hinausläuft: > >
>
> Technik ist Nebensache.

Klar. (Wer's glaubt.)

> > endgültige Unabhängigkeit von Frau,
>
> Quatsch. Totale Unabhängigkeit eines Wesens führt in dessen Vernichtung. Mit Deinem Bildungsstand solltest Du das wissen. >

(Danke, ich würd's nichtmal so nennen.) Versuchen nicht manche Wissenschaftler dieser nahezukommen, ungeachtet aller Vernichtung? Von Totale bin ich, wenn im Bezug zu euch, nie ausgegangen.

> > es ist ja auch widerlich, von Natur gezwungen zu sein, in einen fremden Körper (von solch blutigem, fleischlichem Aussehen) einzudringen, wirklich, ich würde das auch nicht wollen. > >
>
> Gezwungen ist niemand.

Jaaa, sicher ....

> > Ich muss keine Kinder haben, wenn ihr sie mir unpassend macht durch euren Zeugungswahn (in aller Bedeutung und Ausprägung), BIN ICH MIR SELBST WERT genug. > >
>
> Unpassend machst Du sie selber mit 50% Deines Genoms. Willst Du 100% von Dir haben, wären Deine Nachkommen Kopien von Dir. Denk endlich mal realistisch drüber nach, warum Homogene keine Chance hatten und träume nicht ständig von einer fiktiven Einheit, die Bewusstsein darüber verlangt - was es nicht geben kann. >

ICH MACHE, ja, denk mal über Deine Heterogenität nach, über deren gleichartige, übereinstimmende (homogene) Voraussetzungen, über Deine einheitliche Erscheinungsweise und deren verschiedenartige, abgegrenzte, doch im Endeffekt zusammenwirkende Ursachen, und dann haue mir Dein *realistisch* und *hatten keine Chance* um die Ohren.
Ganz bestimmt will ich keine Kopie(n) von mir, weder physisch, noch psychisch. Auf wessen Mist ist denn das Klonen gewachsen und die Idee des Transfers von Gedächtnis- und psychischen Inhalten?

Mit "unpassend" meinte ich gerade die identifikatorischen Anpassungsphänomene der Ebene Kind-Eltern-Umfeld-Gesellschaft unter dominanter Wirkung maskuliner Außenwelten, die zwar mittlerweile bunt und schrill und *alles* bietend einladen und Sog bilden, aber keine realistisch handhabbaren Gebrauchsanweisungen und -warnungen mitliefern.
Und ich werde mich bezüglich des Letzteren sicher nicht aufopfern und dem ständig hinterherrennen.

TERRA

****

From: Terra <2000@c-aeon.com>
Subject: Re: Ende des Patriarchats XX.Teil
Date: Tue, 12 Dec 2000 00:15:07 +0100

Organization: C-Online

Message-ID: <3A355FFB.B23EB97B@c-aeon.com>

Michael Weber <Towebster@gmx.de> in <news:912gq0$2ocbj$2@ID-58755.news.dfncis.de> on Mon, 11 Dec 2000 13:22:56 +0100 wrote:
> Hallo Terra,

> Terra meinte kürzlich:

> > VERFOLGT VON
> > Michael Weber

>
> des Unverständnisses wegen, aber sicher letztmalig

Ich darf aber nochmal.

> > Wessen/welcher Handlung? (Gewissermaßen) IST es auch so: ICH HABE MICH SELBST GEZEUGT: > >
>
> Aja. Mit welchem Material? Wo ist Deine Vorgängerin?

Alles zeugt sich aus bestimmter Sicht selbst.

> > [männliche Zeugungsidentifikation]
...., was mich überhaupt erst herausfordert, einiges klarzustellen. > >

>
> Gegen Klarstellen habe ich nichts - solange man das Wort definieren kann und dessen Geschichte *begreift*. Es ist für die Zeugung unerlässlich - aber nicht diese schlechthin. >

Letztlich kannst Du die *Zeugung* eben nicht definieren, weil sie im *Material* steckt.

> > > Was ist mit den Eierstöcken der Frau? Rotfl!
> > Na die sind höher organisiert (räumlich und zeitlich), genau wie der U. und nicht auf Massenproduktion ausgerichtet. > >

>
> Die Abnahme bestimmt das Angebot.

Seh' ich nicht. Das Überangebot lässt die Abnahme sich entkrampfen und einerseits effektiver werden, auf der anderen Seite herrscht Uneffektivität.

> Nur zur belustigenden Information: Spermien sind ebenso kompliziert, z.B. gruppiert in "Renner" und "Abwehrer gegen Fremdeindringlinge". >

Da zeigt sich halt schon die strategische Kampftruppe und Komplexität des Verbundes der Vielen. Und? Was hat der Einzelne, der King und Sieger, Komplexes dabei und davon? Nur Ärger mit der Dame -

extra für Gerhard, weils mir grad einfällt und im Kontext zu seiner Matriarchatsabwehr steht, da er so das *Schlafenmüssen bei der Mutter* betonte: In vielen Fällen ist es doch praktisch das Gleiche, ob der Mann bei seiner *Mutter* oder bei seiner *Frau* schläft .

> Wenn Du nicht aufpasst mit Deiner Selbstverherrlichung, landest Du irgendwann mal als Göttin im Universum und darfst Dich freuen, schwarze Löcher von innen betrachten zu dürfen - wie sie sich dreht, die kleine weibliche Mutter Erde, die sich selbst produziert hat und sich wahrscheinlich selbst duplizieren wird ... vielleicht geht Dir dann ein Licht auf, noch bevor Dich das Loch verschlingt. >

Tja, dann ist ein Teil von mir wohl längere Zeit *tot*. Der andere konnte sich abteilen und fliehen und findet viel Spaß und Raserei im Universum.
Wieviel Lichtlein brennen bei Dir denn? (Keine Sorge, ich erwarte keine Antwort, ist bloß eine rhetorische Frage.)

> > Man könnte sich natürlich fragen, ob milliardenfach sinnlos reales Leben ausgeworfen wird auf Grund der allgemeinen Massenorientierung. > >
>
> Man könnte auch fragen, warum die Natur solchen Aufwand betreibt.

Sollte man sogar, aber ohne sich gleich wieder die positive Antwort vorab zu geben.

[un-, gleichgeschlechtliche Fortpflanzung / Parthenogenese]
> > Kein Zwitter, nö, da beschreiben sich andere Weisen, und wenn, ich sinnierte schon: jeder ist tief innen ein *Zwitter*, das macht die Sache wieder variantenreich, immerhin sind es verschiedene Individuen. > >

>
> Das Individuum gerät aber in Konflikt mit sich selbst, wenn es den Zwitter in sich sucht und ihm sodann Normative ansinniert ... >

? .... wenn Sätze vornehmlich dazu dienen, einfach nur eine Gegenantwort zu geben.

> Nochmal LOL. Einerseits jagst Du der Einheit des Lebens hinterher und suchst den Vergleich andererseits mit der Differenzierung des Geschlechtes, das Du jeweils als Einheit darstellst und über die Qualität dieser Einheit die Vorteile eines Geschlechtes ableitest, das es ohne Differenzierung überhaupt nicht gibt. >

Jo

> Diese Vorgehensweise ist zurechtgedacht im Sinne des Affen, der, auf der Kiste sitzend, versucht, diese anzuheben und sich beschwert, dass sie so schwer ist und es ohne Kiste leichter wäre, eben diese anzuheben. >

Das aber nun ist noch blöder, als das mit dem "Zwitterkonflikt und den Normativen". (Entschuldigung)

> Deine Partheogenese ist praxisuntauglich und führt zu keinem dauerhaften Lebensergebnis. Aber träumen lässt sichs damit. >

Es ist immer wieder erstaunlich, was sofort rhetorisch abgewiesen wird, neben realisierten Dingen, die vor Jahrzehnten noch kaum einer zu erträumen wagte. Prioritäten sind festgelegt, Ziele definiert, w. Gegenstimmen unerwünscht.
Mir persönlich wäre Benanntes weder Traum noch Ziel, ich wollt hier mal nur auf die Unterschiede hinweisen.

> > > Technik ist Nebensache.
> > Klar. (Wer's glaubt.)

> Wers nicht glaubt - sein Problem.

--
[Wiss.-Techn., Zeugung, Unabhängigkeit]

> Ich habe vor Wochen schonmal was zum Thema Retortenbabies von Dir gelesen. >

Ich hoffe, Du verwechselst da nicht was (?).

> Ja klar, diese Möglichkeit wurde erfunden, um den Manne unabhängig der Frau zu machen, nicht? Lol. >

Kinderwunsch der Frau ist schon auch Unabhängigkeit für den Mann, da er die Frau beschäftigt und nicht auf seine Welt konzentriert macht (auch wenn jetzt einige abgezockte Väter innerlich auf die Barrikaden gehen).
Nur was hat das Retorten-Verfahren insg. mit Unabhängigkeit zu tun, nicht so viel, JA von der BIOLOGIE und der potentiellen Kinderlosigkeit, na toll, was man sich da leistet, ansonsten viel Abhängigkeit von Arzt, Technik, Procedere, weil Eine eben sehr abhängig ist von der eigenen und sozial mitbestimmten Psychologie.

> Du hast woanders mal geschrieben, was Dir eine Schwangerschaft bedeutet. Retortenbabies waren das Ergbnis der Suche nach Möglichkeiten, um unfruchtbaren Frauen zu helfen. Wohl nichts ist für eine Frau destruktiver, als die eigene Unfähigkeit des Gebährens und die damit verbundene Kinderlosigkeit ertragen zu müssen. Das ist die andere Seite. >

Ich bin kein Befürworter von Retortenbabies. Es ist nicht natürlich und art-konstruktiv, vorhandene Unfruchtbarkeiten massiv zu beseitigen.
Wenn Frau so abhängig ist vom Gebären, anderenfalls, wie Du sagst, destruktiv wird, stellt sich mir die Frage, ob sie dafür und für alles weitere sich daraus Ergebende überhaupt geeignet ist.
Eine extrauterine Befruchtung wäre für mich jedenfalls nicht in Frage gekommen - es hätte mir etwas Wesentliches genommen: die eigene Zeugung am Ursprung, ich hätte keine tiefe Verbindung dazu mehr eingehen können, es wäre fremd- und objektartig geblieben. Das war meine Abhängigkeit in umgekehrter Weise, ja, aber es sicherte den Erfolg, ganz oder gar nicht und nicht medizinisch herbeigezwungen.

Es gibt eine Menge andere Lebensinhalte, man sieht's eigentlich an den Männern; nicht alle einer Art pflanzen sich fort; aber Menschen machten aus ihrer Fortpflanzung eben auch einen sozialen Kult, was ich den Frauen anlaste, die durch allgemeines Bedauern der Kinderlosigkeit (Frauengespräch = über Kinder = überdurchschnittlich) bei anderen solche Zwangsidentifikationen, die sie selbst haben, weiter fördern.

Überhaupt denke ich, dass eine zukunftsträchtige Weltgesellschaft mit unausweichlich starker Arbeitsteilung auch hier ansetzen muss. Es werden dann nicht alle bzw. die meisten Frauen ihr Leben durch eigene Kinder fortgepflanzt sehen müssen, sondern ein großer Teil erreicht eine Erinnerung an sich und *Fortleben* durch intensive berufliche / künstlerische / wissenschaftliche usw. Tätigkeit. Es wird trotzdem genug (sicher einige von den letzt beschriebenen) geben, die gerne ein oder mehrere bis viele Kinder bekommen, die wiederum können sehen die Differenziertheit und müssen sich nicht genötigt fühlen, einem weltweit gleichmachenden Identifikationsbild *Mutter* nachzustreben. (Ist doch eigentlich Tendenz.)

Das ist mein Kompromiss zwischen Natur und Kultur (à la flexibler Ameisenstaat). Und ein großer Teil der Männer würde kindbezogener sein.

[genitale Sexualität]
> > > Gezwungen ist niemand.

> > Jaaa, sicher ....

> Mit Deinem Weltbild würde ich das auch nicht glauben ...

Ja, schön, dass Du wenigstens den Unterschied feststellst ....

> > ICH MACHE, ja, denk mal über Deine Heterogenität nach, über deren gleichartige, übereinstimmende (homogene) Voraussetzungen, über Deine einheitliche Erscheinungsweise und deren verschiedenartige, abgegrenzte, doch im Endeffekt zusammenwirkende Ursachen, und dann haue mir Dein *realistisch* und *hatten keine Chance* um die Ohren. > >
>
> Denk mal über Deine Entstehung nach. Dann ergibt sich das Thema.

Eben

> > Ganz bestimmt will ich keine Kopie(n) von mir, weder physisch, noch psychisch. > >
>
> Die entsteht, wenn sich Deine Erbmasse unverändert dupliziert. Fakt. >

Und? Wo hab ich dem fürgeredet, gar bezogen auf mich? Ich versuchte, die sogenannte *Höherentwicklung* basisverbunden nahezubringen. BTW, selbst ein Einzeller hat potentielle Möglichkeit der Veränderung während seiner Teilung - das ist eben das Paradoxe der *Schöpfung*.

[Klonen, Hirnmanipulationen]
> Basiert auf dem Wahn nach Vollkommenheit, Medizin und Technik.

Ist aber nicht mein Denken.

> > [dominante Wirkung maskuliner Außenwelten ohne realistische Gefahrenanalyse] > >
> Die einzige Anleitung wäre, die Aussenwelt auszugrenzen.

Tolle Anleitung.

> > Und ich werde mich bezüglich des Letzteren sicher nicht aufopfern und dem ständig hinterherrennen. > >
>
> Musst Du nicht. Aber offenbar denkst, Du müsstest, wenn Du wolltest. >

Ja, da ist was dran, aber nicht nur in der suggerierten Problematik; meistens erschließt sich mir alles aus dem Nichtwollen und wird in meinem Gegensatzdenken damit eindeutiger.

> letzte grüsse
> michael

erste Grüße
Terra

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Wissenschaftler scheint eine äußerst dehnbare menschliche Kategorie zu sein, ja manchmal zweifel ich an meinem per Sichtung gewonnenen Zuordnungsverstand, dann sag' ich mir immer: ej Glück gehabt, ich gehör nicht dazu.

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From: Michael Weber <Towebster@gmx.de>
Subject: Re: Das Ende des Matriarchats 1.Teil (eine Legende)
Date: Mon, 11 Dec 2000 01:28:07 +0100

Message-ID: <9116tn$2ld2o$2@ID-58755.news.dfncis.de>

Beatrix Verhalen meinte kürzlich:

> Warum konnten sich die Männer nicht damit zufrieden geben? Sie wollten wohl dem machtvollen Ritual der Frauen bei der Geburt eines Kindes etwas entgegenzusetzen haben, da sie sich sonst aufgrund ihres Gebärneids minderwertiger fühlten. >

Ich sehe, Du hast die Lebenslüge des Mannes gut durchgelesen. Du solltest diesen Blödsinn ebenso schnell wieder in die Mülltone hauen und Dir stattdessen tiefenpsychologisch reales Wissen über Männer reinziehen. Terras Link oben hilft Dir dabei. Sehr anschaulich und - im Gegensatz zur matriarchalen "Lüge" - mit dem Tierreich vereinbar (denn männliche Tiere, die ihre Weibchen anpacken, festhalten und in die Enge treiben, kennen keinen solchen Gebährneids-Quark!)

> [....] freudig darauf hinzuweisen, daß sie sich jetzt mit viel größerem Recht als vorher als ebenbürtige Partner fühlen können, was machen sie stattdessen? >
[....]
> Männlicher Größenwahn.

Stimmt.
Zitat aus oben erwähnten Link:

"Dieses gemeinsame männliche Herrscher- und Individualgefühl in Verbindung mit einem moralisierenden Herdengehorsam und einem technischen Wegschritt vom Leben war eben auch gehirntechnisch/hormonell bedingt, aber keinesfalls genetisch unausweichlich vorprogrammiert, eher ein Teilversagen der Natur, die das Denken nicht genügend einkalkulierte und für sich absicherte."

Wenn Dir der nächste hirnlose Macho begegnet ... noch Fragen? :-)

Trotz allem versteckte sich in der Geschichte ebenso weiblicher Grössenwahn.
[....]
Überheblichkeit gehört zum Riskioverhalten der Männer, [....]

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From: Michael Weber <Towebster@gmx.de>
Subject: Re: Ende des Patriarchats XX.Teil
Date: Mon, 11 Dec 2000 21:32:50 +0100

Message-ID: <913dgf$2u5cu$1@ID-58755.news.dfncis.de>
[....]
Ralph Jödicke meinte kürzlich:

<R.Joedicke@ifm.tu-chemnitz.de>, <3A351794.39A8E395@ifm.tu-chemnitz.de>, Date: Mon, 11 Dec 2000 19:06:12 +0100

> Offenbar handelt es sich bei apokalypse.de um das Sitzungsprotokoll eines Psychiaters, dem ein besonders schwerer Fall von feministischer Weltsicht begegnet ist. Wenn sich übergeschnappte Matriarchistinnen selbst in eine Therapie begeben, kann ihnen ja noch geholfen werden bevor sie endgültig durchdrehen. Ich frage mich aber, ob die Veröffentlichung der Wahnvorstellungen einer Patientin nicht gegen die ärztliche Ethik verstößt. >

Also das erste Drittel des besagten Links kann ich ja noch nachvollziehen - dem nie verschwundenen Tier im Manne. Ab der Hälfte allerdings driftet das schon wieder ins Typische ab: Negation der Tatsachen. Der Mann, die hormonelle Maschine, die deswegen zu bemitleiden ist und die Frau, die, eigentlich im Glanz der Sonne erstrahlen müssend, durch den permanenten Ausbeutungsdruck sich selbst pervertiert und damit gewalttätig wider ihrer allmächtigen Natur vegetiert. Traurig :-)

grüsse
michael

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From: Terra <2000@c-aeon.com>
Subject: Re: Ende des Patriarchats XX.Teil
Date: Thu, 14 Dec 2000 06:41:25 +0100

Message-ID: <3A385D85.1E191537@c-aeon.com>

Michael Weber <Towebster@gmx.de> in <news:916fjs$36ib4$1@ID-58755.news.dfncis.de> on Wed, 13 Dec 2000 01:27:15 +0100 wrote:

> > > des Unverständnisses wegen, aber sicher letztmalig
> > Ich darf aber nochmal.

>
> Ich muss nochmal, da ich mir mal näher dieses "Geschlechter-Drama" zwischen Patient und Therapeut in "Apokalypse" angesehen habe. In Chapter 3 bahnt sich offenbar ein enormer Konflikt zwischen den beiden an. Frage: Was holst Du aus diesem, im Finale wohl dem Domain-Namen gleichendem, Desaster raus, dass Du schon zweimal Bezug darauf genommen hast? >

in Theorie Herausbildung von und Umgang mit Konflikten

> Rohmaterial ist nutzlos. Ich will die Zeugung nicht definieren, weil mich nur das Resultat interessiert. >

Interessiert _mich_ aber _nicht_ nur_, dafür das "nützlich" weniger, weil so pragmatisch.

> Der Begriff birgt aber eine Falle: Gezeugt, nicht erzeugt, wird zwangläufig im "Akt" - entwickelt wird im "Material". Nur die, die Wert auf den Begriff legen, werden sich drum streiten und ihn mit Erzeugen gleichtun :) >

Wortklauberei. Du legst grad "Wert auf den Begriff" und überschätzt den "Akt".

> Die Dauer der Schwangerschaft lässt die Abnahme entkrampfen. Eine "uneffektive" Natur gibt es doch nirgendwo - nur beim Manne... ;-D >

Als Abnahme würde ich es da gar nicht mehr bezeichnen. Du springst mir von Affenkiste zu Affenkiste, ich habe keine Lust, Dir ständig hinterherzuspringen.
Zum zweiten, ganz einfach: Wenns keine uneffektive Natur gibt, gibt's auch keine effektive ....

[Teilung]
> Warum musste er denn fliehen? Er hat wahrscheinlich zu viel mitgenommen. Wenn wir schon bei Lichterleins sind: Wenn sich Lichtteilchen spalten, haben beide Teile stets Kontakt miteinander - ganz egal, wie weit sie voneinander entfernt sind. Könnte man dummschwatzen, dass sich beide nur so wieder finden und "Erlebnisse" austauschen können. Sonst bleiben es 2 Dimenionen. >

Wenn so gedacht, muss es ja nicht dieser selbe Teil, kann ein temporär gewesen anderer sein. Tauschgeschäft des Universums.
Warum musste Teil fliehen: Strahlung, Ablenkung, Gravitation ....

> Na gut, andersrum: Wie willst Du einem "Babyzwitter" ein eigenes, abgegrenztes Ich geben, wenn Du nur Dein eigenes Material zum Bau hast? Auf ein "Mutaxon" warten? >

Er wird/ist sein eigenes Material und muss sich sein Ich selber geben.

> > > [Affenkiste]
> Nö nö, stimmt schon. Verschachtelungen haben die Eigenart, dass sie öfter mal daneben gehen, wenns mans nicht kann. >

Und was hat das mit mir zu tun?

[un-, gleichgeschlechtliche Fortpflanzung / Parthenogenese]
> Abgewiesen unter der (gedachten) Voraussetzung, dass Du ja so *gegen* technisches Manipulieren bist. Also gibt es Null Chance, dies auf natürlichem Wege zu erreichen. Sonst müsste man Dir eigennützige Hetzerei vorwerfen. >

1. Parthenogenese ist eine natürliche Erscheinung. ----
Wenn nun chromosomale Reduktionsteilung plötzlich ausbleibt ....
2. Der Mann ist eine biologische Sonderform der Frau zur erweiterten Fortpflanzung und damit ein im weitesten Sinne ungeschlechtliches Produkt.
3. Ich bin nicht absolut gegen technische Verfahren, zumal wenn sie überall das Leben schon durchziehen; ich bin für hinreichend durchdachte und begründete Entscheidungen, etwas in dem Rahmen zu tun oder zu lassen.

[Retortenbabies]
> Abhängigkeit von Arzt und Technik elimierte schliesslich die Risiken eines Muttertodes vor/während/nach der Geburt. Und damit die Unabhängigkeit von der "Natur als Hasardeur". Ist das falsch? >

Ja. Vier *Dinge*:
1. Zwischen einer künstlichen Befruchtung wegen Unfruchtbarkeit (vorangegangenes Thema) und einer Risikogeburt nach z.B. ansonsten normaler Schwangerschaft besteht ein Unterschied.
2. Es ist vor allem die übergroße Angst des Menschen vorm Sterben, die seine Evolution über weitere Ablenkungsprozesse technisieren lässt, heißt: von sich *unabhängig* machen / in *fremde Hände* legen lässt.
3. Außerdem ist das Gebärrisiko wahrscheinlich ein gutteil kulturell _herangezogenes_ Problem, weil Frauen von ihrem Wissen über sich und daraus ihrer Wissensentwicklung und rechtzeitiger Maßnahmeergreifung abgeschnitten, weil allgemein verunsichert wurden.
Andersherum: Wie konnten sich die Vorfahren überhaupt wachsend vermehren, als sie weder Arzt noch Technik hatten?
4. Desweiteren, würde ich sagen, passen Kopf-, weil Gehirngröße der Frucht nicht zum in die Reaktionsschwäche hineintrainierten Körper vieler Frauen (Zusammenhang Psyche-Hormonbildung?).

> Bisher dachte ich ja, Deine gleichgültige Haltung wäre nur uns Männern vergönnt. >
Ist echt lieb ausgedrückt, danke.

> Mist, muss er sie also doch mit Frauen teilen? :-)

> (2. Versuch letzter) grüsse
> michael

ja, auch
Terra

 

[ .... ist es so, dass schon wieder Frauen öffentlich umkippen und "verständnissvoll" bis "einsichtig" deren neu-gesellschaftliche "Bevorzugung"/Förderung (z.B. in Bildung, Familiengesetzgebung, politischer u.a. Präsenz) als den Männern gegenüber UNGERECHT, überzogen, MÄNNERVERNACHLÄSSIGEND und -schädigend zugeben. Viele männliche Individuen dagegen scheinen erst ab einer 3/5-Mehrheit an gesellschaftlicher Akzeptanz und Aufmerksamkeitsgewinn (als Jungen, Väter, Ernährer, Berufsspezialisten, Innovatoren usw.) psychisch einem Wert- und Gleichberechtigungs-empfinden und -willen zugänglich zu werden; sie die Minderbeteiligung, Passivität, Unfähigkeit oder Desinteressiertheit der Frauen / Mädchen dabei ablehnend / sie behindernd bis selbstbestätigend herausstellen und in ihren eigenen Kategorien publizistisch und wissenschaftlich verarbeiten als über "die weibliche Psychologie".
___Insgesamt widersprechen/streiten sich die Geschlechter auf den sich befeindenden Seiten
(des WWW / der Emanzipationsliteratur) sowohl in Mengen- u. Zahlenangaben als auch in grundsätzlichen Wahrnehmungen u. Wertungen diverser 'Sach'lagen (gleiche Vorwürfe, Umkehrungen: die soziale Benachteiligung des Mannes, Verweigerungsverhalten der Frauen, Aggressivität ist weiblich, gesellschaftliche Tarnung weiblicher Kriminalität und des innerfamiliären Missbrauchs durch Frauen, Frau als Zerstörerin der Familie, Mann als Familienzusammenhalter).
___Weiterhin: Rückzug der Frauen in ihr Geschlecht und Familie/Sozialität betonende Idealismen, Esoterik, Mythen und Matriarchatsbeschreibungen; Verlangen nach eigener Wissenschaftlichkeit; Weigerung der Männer, dem allem Gehör und Wert zu schenken - Praxis-, System- und Psychostrukturuntauglichkeit - weibliche Spinnerei - Verfahrene Kiste .... ]

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